Wintersemester 26/27
Vorlesungen
Fachdidaktische Vertiefungsvorlesung / Lateinische Vorlesung: Catull und Martial: Tradition ‒ Rezeption ‒ Didaktik
2 SWS, Do 14.00 Uhr s.t. bis 15.30 Uhr
Prof. Dr. Markus Janka
Geschw.-Scholl-Pl. 1 (A) / A 017
Aus fachwissenschaftlich-philologischer und fachdidaktischer Perspektive werden die politischen Reden Ciceros im Zeichen der Lehrplansequenz 11.1.1. „Politik in Krisenzeiten“ in den Mittelpunkt rücken.
Nicht nur nach Quintilians Urteil steht Cicero, non hominis nomen, sed eloquentiae (Quint. inst. 10,1,112), geradezu als Inbegriff für die Rhetorik überhaupt. Die für die Antike wesentliche kulturelle Kompetenz der kunstgerechten und ethisch geprägten Beredsamkeit hat sich als eine der Artes liberales in der europäischen Bildungsgeschichte einen Stammplatz erobert, den sie bis heute – wenngleich in medial stark gewandelten Formen – behauptet. Ciceros Beitrag zur antiken Rhetorik ist nicht nur in der Vorbildhaftigkeit, sondern auch in der Vielfalt des Überlieferten einzigartig: Neben die dokumentierten Reden selbst treten Lehrbücher sowie historische, systematische und philosophische Abhandlungen und Dialoge zur Kunst des vir bonus dicendi peritus. In der Vorlesung werden die politischen Reden Ciceros, ihre historische wie literarische Kontextualisierung, ihre Performanz und ihre Rezeption im Mittelpunkt stehen. In einem Überblick über das gesamte rednerische Werk soll dessen enge Verknüpfung mit der persönlichen wie politischen Biographie des disertissimi Romuli nepotum (vgl. Catull c. 49,1) erwiesen werden.
Für die schillernde und bis heute umstrittene Rolle Ciceros in der historischen Umbruchzeit von der römischen Republik zum Prinzipat sind die vier Reden gegen Catilina, die er im Konsulatsjahr 63 v. Chr. hielt, ebenso bedeutende Meilensteine wie die Philippischen Reden, mit denen er sein politisches Wirken und auch sein persönliches Leben besiegelt.
Ihrer Schlüsselstellung im neuen Lehrplan gemäß widmen wir ein besonderes Augenmerk der Serie der vierzehn in der Zeitspanne vom 02.09.44 bis 21.04.43 gegen Marcus Antonius gerichteten Reden, die Cicero nach dem Beispiel seines bewunderten Vorbildes Demosthenes als „Philippische Reden“ bezeichnet hat.
Aspekte wie Aufbau und Struktur, Sprache, rhetorisch-persuasive Technik, Dramatisierung, Figurencharakterisierung, historische Aussagekraft im Spannungsfeld von Faktentreue und fiktiver Erweiterung werden in Einzelinterpretationen thematisiert. In die Breite streben Überblicke zu Aufbau und Inhalt der einzelnen Reden. Die Spur der Cicero-Rezeption in der Literatur, auf der Bühne und im Film verfolgen wir stetig von der Antike bis in unsere Tage. Die aus jüngster Zeit stammenden multimedialen Adaptionen der Philippicae in der TV-Serie Rome (2005-2007) sowie im letzten Band der Cicero-Trilogie von Robert Harris, die 2015 unter dem Titel Dictator erschienen ist, verdienen im Rahmen einer modernen Lektüredidaktik besondere Aufmerksamkeit.
Zur Einführung zu empfehlen:
- Rüdiger Bernek, Metapolitik in Sandalen für Jung und Alt? ˗ Robert Harrisʼ historischer Roman Imperium als Crossover-Phänomen, in: Markus Janka/Michael Stierstorfer (Hrsgg.), Verjüngte Antike im Mediendialog. Transformationen griechisch-römischer Mythologie und Historie in Kinder- und Jugendmedien der (Post-) Moderne und Populärkultur, Heidelberg: Winter, 2017, S. 343-361.
- Manfred Fuhrmann, Cicero und die römische Republik, Göttingen: Patmos, 2005 (12,95 €).
- Markus Janka, Modernste Antike zwischen Wissenschaft und Unterricht. Die Serie Rome als Impuls für die rezeptionsdialektische Hermeneutik im lateinischen Lektüreunterricht, in: Sabine Anselm/ Markus Janka (Hgg.), Vernetzung statt Praxisschock. Konzepte, Ergebnisse, Perspektiven einer innovativen Lehrerbildung durch das Projekt Brückensteine, Göttingen 2016, S. 35-60.
- Katarzyna Marciniak, Cicero für Kinder, oder: Wie man Erbsen züchtet, in: Markus Janka/Michael Stierstorfer (Hrsgg.), Verjüngte Antike im Mediendialog. Transformationen griechisch-römischer Mythologie und Historie in Kinder- und Jugendmedien der (Post-)Moderne und Populärkultur, Heidelberg: Winter, 2017, S. 315-342.
- Wilfried Stroh, Cicero. Redner, Staatsmann, Philosoph, München: Beck, 2008.
Seminare
2 SWS, Do 18.00 bis 20.00 Uhr
Dr. Berkan Sariaydin
Geschw.-Scholl-Pl. 1 (A) / A 020
Im Kurs erarbeiten sich die Teilnehmenden einen einleitenden Überblick über die wichtigsten Themenbereiche und Methoden der Fachdidaktik des Lateinischen. Neben dem Selbstverständnis der Fachdidaktik Latein, der gegenwärtigen Situation des Lateinunterrichts und der Geschichte der studia humanitatis werden wir die folgenden Themen behandeln:
- Curricula und Lehrpläne im Wandel der Zeit (speziell: Lernzielorientierung; System, Struktur und Gehalt der neuen Fachlehrpläne Latein im neunjährigen bayerischen Gymnasium)
- Fachleistungen und Kompetenzprofile
- Entwicklung, Funktion und Perspektiven der Schulgrammatik
- psycholinguistische, statistische und didaktische Grundlagen der Wortschatzarbeit
- Konzepte, Methoden, Medien und Perspektiven des ganzheitlichen Lateinunterrichts in der Spracherwerbsphase (Schwerpunkt: Lehrbuchkonzepte und Lehrgangstypen)
- Konzepte, Methoden, Medien und Perspektiven des Lektüreunterrichts (speziell: Literaturdidaktik)
- Lektüreformen
- Methoden des Übersetzens und Interpretierens
- Leistungsbeurteilung im gegenwärtigen Unterricht in den Alten Sprachen
Stets wollen wir der „Scharnierfunktion“ der Fachdidaktik zwischen klassisch-philologischer Wissenschaft, Unterrichtsforschung und Schulpraxis Rechnung tragen.
Begleitmaterialien zur Lehrveranstaltung stehen unter dem Link der Veranstaltung auf der Startseite des Forum Didacticum im Internet zur Verfügung (Adresse: http://www.fachdidaktik.klassphil.uni-muenchen.de).
Die Bescheinigung der erfolgreichen Teilnahme setzt das Bestehen einer Klausur am Ende des Semesters voraus.
Außerdem wird zusätzlich zum Basisseminar ein begleitendes Tutorium angeboten, in dem im Kurs besprochene Themen nach Wünschen der Teilnehmenden vertieft, das Grundwissen gesichert, Hausaufgaben gemeinsam bearbeitet und frühere Klausuraufgaben zur Simulation der Prüfungssituation behandelt werden können.
Basisseminar: Sprach- und Textarbeit im Griechischunterricht
2 SWS, Mi 18.00 bis 20.00 Uhr
Dr. Rüdiger Bernek
Geschw.-Scholl-Pl. 1 (A) - A 020
In Ergänzung zum Einführungskurs Fachdidaktik Latein werden wir in dieser Lehrveranstaltung die spezifischen Grundfragen des Griechischunterrichts in historischer wie systematischer Hinsicht behandeln. Dazu gehören Themen wie Fachleistungskonzept, Fachprofil und Motivation für die Wahl einer "zweiten alten Sprache" und ihre Weiterbelegung in der Oberstufe, Konzepte, Methoden, Medien (insbesondere Lehrbücher und Lektüreausgaben) und Perspektiven des Spracherwerbs- und Lektüreunterrichts; Sprachwissenschaft im Grammatikunterricht; Aufbau und Lernziele des Lektürekanons; Phasenvernetzung, ein- und zweiphasige Modelle; Kulturkunde; Wissenschaftspropädeutik im Griechischunterricht; Präsenz der griechischen Antike in der Gegenwartskultur; Formen der unterrichtlichen Darbietung und Kommunikation, Unterrichtsplanung, "Neugriechisch im Altgriechischunterricht", fächerverbindendes Lernen und Einbindung affektiver Lernziele sowie neuer methodischer Ansätze. Die thematischen Sequenzen für die Lektürephase des Griechischunterrichts in den Jahrgangsstufen 10 bis 12 des G8 werden eingehend analysiert und anhand von exemplarischen Textbetrachtungen vorgeführt.
Die Bescheinigung der erfolgreichen Teilnahme am Einführungskurs "Fachdidaktik Griechisch" setzt regelmäßige aktive Mitarbeit, die Bearbeitung von Hausaufgaben und das Bestehen einer Klausur am Ende des Semesters voraus.
Forschungsseminar Griechische und Lateinische Philologie und Fachdidaktik der Alten Sprachen
2 SWS, Di 18.00 bis 20.00 Uhr
Prof. Dr. Janka, Prof. Höschele, Prof. Schulz und Prof. Weidner
Geschw.-Scholl-Pl. 1 (M) / M 110
Fachdidaktisches Vertiefungsseminar Latein: Mythen in Wort und Bild: Ovids Metamorphosen in ihrem kulturellen Kontext
2 SWS, Do 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Prof. Dr. Markus Janka
Geschw.-Scholl-Pl. 1 (M) - M 201
In der frühkaiserzeitlichen Bilderwelt (Wandmalerei, Reliefplastik, Kleinkunst) begegnen zahlreiche der in den Metamorphosen erzählten Mythen.
In dem Seminar wollen wir anhand ausgewählter, in beiden Medien vorkommenden Mythen Ovid und die Bildkunst aufeinandertreffen lassen, um nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden zu fragen: mit dem Ziel, exemplarisch den Eigengesetzlichkeiten von Text und Bild und deren jeweils besonderer Leistungsfähigkeit nachzugehen.
Gerade die Metamorphosen bieten sich für eine derartige Interpretationsstrategie an, da Ovids Poetik des quasi-malerischen Sehens, Beobachtens und Schaffens zu einem solchen Überschreiten der inner-altertumswissenschaftlichen Disziplingrenzen geradezu ermuntert.
Zur Einführung und Seminarbegleitung:
- Ovid zum Vergnügen. Herausgegeben und übersetzt von Markus Janka, Stuttgart: Reclam, 2017.
- Markus Janka/Michael Stierstorfer: Mythenerzählungen in Wort, Bild und Film: Ovids Ars und Metamorphosen im Mediendialog der Antike und Gegenwartskultur, in: Rolf Kussl (Hg.), Ovid. Mythos, Eros und Verbannung (Dialog Schule Wissenschaft – Klassische Sprachen und Literaturen, Bd. 52), Ebelsbach bei Schweinfurt 2018, S. 204-252.
- StD Dr. Rüdiger Bernek (Gruppe 1)
- 2 SWS, Mi 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr, Geschw.-Scholl-Pl. 1 (E) - E 341
Für diejenigen Studierende, die folgenden Gymnasien zugeteilt sind: Ernst-Mach-Gymnasium Haar, Gymnasium Fürstenried
- StR Volker Müller (Gruppe 2)
- 2 SWS, Mi 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr, Geschw.-Scholl-Pl. 1 (E) - E 006
Für diejenigen Studierende, die kein Praktikum haben.
- StDin Michaela Weigl (Gruppe 3)
- 2 SWS, Mi 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr, Geschw.-Scholl-Pl. 1 (E) - E 212
Für diejenigen Studierende, die folgenden Gymnasien zugeteilt sind: Michaeli-Gymnasium, Max-Josef-Stift München.
Der Kurs ist als verpflichtende Referenzveranstaltung mit dem studienbegleitenden Praktikum im Fach Latein während des Wintersemesters 2026/27 verbunden und muss im gleichen Semester besucht werden. Für Studierende, die ihr Praktikum in einem anderen Fach als Latein ablegen, wird der Theorie-Praxis-Kurs in einem angepassten Modus angeboten. Diese modifizierte Form kann nicht als Ersatz für die praktikumsbegleitende Lehrveranstaltung anerkannt werden, falls das Praktium nachträglich doch im Fach Latein abgelegt wird. Die Zuteilung der Studierenden zu den einzelnen Gruppen je nach zugewiesener Praktikumsschule bzw. Wahl des Praktikums in einem anderen Fach ist dem kommentierten Vorlesungsverzeichnis auf der Homepage des Arbeitsbereiches Fachdidaktik zu entnehmen.
Mit stetigem Blick auf die von den Teilnehmern konkret miterlebte und mitgestaltete Schulpraxis werden wir Grundfragen des kompetenzorientierten Lateinunterrichts wie Motivation für die Wahl des Faches Latein und seine Weiterbelegung in der Oberstufe, Anlage einer Unterrichtssequenz, Planung (z.B. hinsichtlich der Materialfindung), Ausarbeitung und Gestaltung einer Einzelstunde, Formen der unterrichtlichen Darbietung und Kommunikation, Konzeption von Leistungsnachweisen und Einbindung affektiver Lernziele behandeln. In den Plenumssitzungen werden sowohl gemeinschaftlich als auch arbeitsteilig Sequenzen und Einzelstunden zu Schlüsselthemen des lateinischen Grammatik- und Lektüreunterrichts erstellt und analysiert. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf der Entwicklung innovativer Methoden (wie Handlungsorientierung, Parallellektüre, Übergangslektüre), den Einsatzmöglichkeiten neuer Medien im traditionellen altsprachlichen Unterricht, der Effizienzsteigerung in der Wortschatz- und Grammatikarbeit, dem Kulturkundeunterricht und der Optimierung von Übungsformen liegen. Für den Lektüreunterricht wollen wir exemplarisch altersstufengerechte Modelle der schulischen Texterschließung und Interpretation erarbeiten.
Vor Ort an den jeweiligen Einsatzschulen werden diese Konzepte einem stetigen Praxistest unterzogen werden. Dort ist der Platz für die Schulung in professioneller Unterrichtsbeobachtung, Analyse und Supervision von fremdem Unterricht sowie in der konstruktiven Auswertung eigener Unterrichtsversuche.
Zur Vorbereitung der Veranstaltung sei auf das in folgender Publikation entwickelte Konzept verwiesen: Andreas Hensel, Studenten in der Schule – Überlegungen zur Konzeption betreuter Fachpraktika. Ein Erfahrungsbericht, in: Forum Classicum 3/2006, S. 183-193
Übungen
Colloquium Latinum: De elementis vivae Latinitatis et fabellis Latinis in usum liberorum scriptis
1 SWS, Mi 18.00 bis 19.00 Uhr
Geschw.-Scholl-Pl. 1 (A) - A 020
Prof. Dr. Markus Janka
Hoc colloquium iam octavum est, quod elementis vivae Latinitatis potius dedicabitur, ut studiosi studiosaeque cultus humanitatisque quasi ab ovo discere possint, quomodo splendorem dulcedinemque linguarum reginae (i.e. Latinae) non solum mente doctrinaque animadvertant, sed ore linguaque utentes adhibeant.
De his argumentis ergo e.g. pedetemptim gradatimque colloquemur: De salutatione, de domiciliis, de familia, de cibis, de otio atque negotio, de scholis et universitatibus, de itineribus, de oppidis urbibusque, de temporibus aetatibusque, de tabernis et commercio, de coloribus et numeris, de recentioribus instrumentis communicationis, de spectaculis, de animalibus, de plantis, de arte gymnica.
His fundamentis freti etiam de recentioribus et recentissimis fabellis Latinis in usum liberorum et adulescentium scriptis disputantes e.g. et volumina “De sortibus Pani tributis” a Susanna Collins scriptum perlegemus et interpretabimur.
Ergo venite, discite, loquimini et laetamini!
Libri utiles:
- Karl-Heinz Graf von Rothenburg (Rubricastellanus), Meine ersten Wörter und Sätze Latein, München 1992 (ars edition).
- Caelestis Eichenseer, Latein aktiv. Lateinischer Sprachführer. Lateinisch sprechen und diskutieren, Berlin/München/Wien/Zürich 1994 (Langenscheidt).
- Suzanne Collins, Die Tribute von Panem / De sortibus Pani tributis. Ausgewählt, eingeleitet und übersetzt von Markus Janka und Michael Stierstorfer, Ditzingen 2021 (Reclam).
Polyvalente Übung: Repetitorium für Examenskandidaten: Philologische Interpretation und Lektüredidaktik
= Latein WP 6.1 Vorbereitung auf die Staatsexamensklausur Fachdidaktik
= Latein P 16.2 Examenskurs Vorbereitung auf die Interpretationsklausur
= Griechisch P 14.2 Repetitionskurs Fachdidaktik der Alten Sprachen
3 SWS, Fr 14.00 Uhr s.t. bis 16.15 Uh
Prof. Dr. Markus Janka
Geschw.-Scholl-Pl. 1 (M) - M 209
Die Fähigkeit, griechische und lateinische Originaltexte methodisch korrekt zu erschließen und nach Leitfragen in einer zusammenhängenden Argumentation zu interpretieren, ist im Staatsexamen nicht nur in der Interpretationsklausur, sondern zusätzlich auch in der Examensklausur in Fachdidaktik Latein resp. Fachdidaktik Griechisch unter Beweis zu stellen. Das dementsprechend polyvalent konzipierte Repetitorium unterstützt die Teilnehmenden synergetisch bei der Vorbereitung auf beide Klausurtypen. Der Kanon der für die unterrichtliche Lektüre und die Interpretationsklausuren einschlägigen Autoren, Werke und Themen wird systematisch wiederholt und unter literarhistorischen wie motivanalytischen Gesichtspunkten gesichert und lektüredidaktisch perspektiviert.
Am Beispiel von (etwa examenslangen) Texten aus verschiedenen Epochen – das Spektrum reicht im Lateinischen von der altlateinischen Komödie über die spätrepublikanische und augusteische Klassik bis hin zur Rhetorik, Historiographie und Epik der Kaiserzeit – und einer Vielzahl von Gattungen der römischen Prosa und Poesie werden wir Ziele, Techniken und Strategien des Argumentationsaufbaus beim philologischen und didaktischen Interpretieren erarbeiten und einüben. Arbeitsteilig erfolgen ‘Präparation’ (Sammeln und Ordnen von ‘Grundwissen’ zu Autoren, Werken und Gattungen resp. Erarbeiten von Musterinterpretationen, die philologische und didaktische Gesichtspunkte integrieren) sowie ‘Nachbereitung’ zur Ergebnissicherung in Form von Interpretationsprotokollen.
Den ‘Ernstfall’ einer Interpretation unter Examensbedingungen werden wir in zwei Übungsklausuren und einer Abschlussklausur (jeweils mit Korrektur und Auswertung) simulieren.
Zum Einlesen und zur Vorbereitung auf die Lehrveranstaltung seien die folgenden Internetseiten empfohlen, welche die Erträge früherer Interpretationskurse bündeln:
- http://www.fachdidaktik.klassphil.uni-muenchen.de/forschung/seminarertraege/interpretationskurs/index.html
- http://www.fachdidaktik.klassphil.uni-muenchen.de/studium_lehre/lehrverans/sommersemester-2013/interpretationsuebung/index.html
- http://www.fachdidaktik.klassphil.uni-muenchen.de/studium_lehre/lehrverans/winter_1213/interpretationsuebung/index.html
- http://www.fachdidaktik.klassphil.uni-muenchen.de/studium_lehre/lehrverans/winter_13-14/interpretationsuebung/index.html
- http://www.fachdidaktik.klassphil.uni-muenchen.de/studium_lehre/lehrverans/winter_14-15/repetitorium/index.html
- http://www.fachdidaktik.klassphil.uni-muenchen.de/studium_lehre/lehrverans/winter_16-17/repetitorium1/index.html
Polyvalente Übung: Repetitorium für Examenskandidaten (König): Schwerpunkt Sprachdidaktik
= LA Latein WP 13.1 Vorbereitung auf die Staatsexamensklausur Fachdidaktik
= LA Griechisch P 14.2 Repetitionskurs Fachdidaktik der Alten Sprachen
2 SWS, Do 16.00 Uhr s.t. bis 18.00 Uhr
Patrick König
Schellingstr. 3 (R), R 306
In der Lehrveranstaltung erhalten die Prüflinge der Examenstermine Herbst 2026 und Frühjahr 2027 die Gelegenheit, zur Begleitung und Erfolgskontrolle ihrer individuellen Vorbereitung Schlüsselthemen aus dem prüfungsrelevanten Kerncurriculum der Fachdidaktik Latein/Griechisch im Plenum anhand examenstypischer Aufgabenstellungen zu präsentieren, zu diskutieren und zu vertiefen.
Gemeinsam besprochen werden einschlägige Gegenstände aus der allgemeinen altsprachlichen Didaktik, insbesondere der historischen und systematischen Reflexion der Fachwerte resp. Bildungsziele, der Lehrplandidaktik sowie aus der Sprachdidaktik Latein/Griechisch. Die Behandlung grundlegender Beiträge der Forschungsliteratur und praktischer Anwendungsbeispiele verbindet eine Rekapitulation fachdidaktischer Themen und Konzepte auf Fortgeschrittenenniveau mit einem vielschichtigen Trainingsprogramm für die fachdidaktische Examensklausur Latein und Griechisch. Dabei werden wir auch für die literaturwissenschaftlichen Klausuren bedeutsame Fragestellungen und Gesichtspunkte inhaltlicher und methodischer Art aufgreifen. Arbeitsteilig erfolgen ‘Präparation’ (Sammeln und Ordnen von ‘Vorwissen’ zu einzelnen Aufgabenstellungen sowie die Erarbeitung und Präsentation von exemplarischen Lösungsvorschlägen) sowie ‘Nachbereitung’ zur Ergebnissicherung in Form von Sitzungsprotokollen. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Entwicklung und Erprobung von Prüfungsroutine sowie insbesondere der präzisen Aufgabenerfassung und einem punktgenauen Zeitmanagement.
Gelegenheit zur Simulation des Ernstfalls besteht bei zwei Übungsklausuren zu Teilgebieten und einer Probeklausur in Form einer vollständigen schriftlichen Examensprüfung im Bereich Fachdidaktik Latein/Griechisch.
Außerdem wird zusätzlich zum Kurs ein begleitendes Tutorium angeboten, in dem die im Kurs besprochenen Themen nach Wünschen und Bedürfnissen der Teilnehmenden vertieft werden können.
Zur Einführung und Kursbegleitung:
- Markus Janka (Hrsg.): Latein Didaktik. Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II, Berlin (Cornelsen) 2017.
Tutorien
Fachdidaktisches Tutorium: Übungen zum Repetitorium für Examenskandidaten
Details zum Fachdidaktischen Tutorium folgen in Kürze.