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Wintersemester 19/20

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Vorlesung

Fachdidaktische Vertiefungsvorlesung: Welt im Wandel: Ovids Metamorphosen und ihre Rezeption

2 SWS, Do 14.00-15.30 Uhr s.t.
Geschwister-Scholl-Platz 1, M109
Prof. Dr. Markus Janka

Die Vorlesung ist an sämtliche Lehramtsstudierende des Faches Latein adressiert und kann als fachdidaktische Vertiefungsvorlesung belegt werden. Aus fachwissenschaftlicher und didaktischer Perspektive wird das im Lehrplan für die 10. Jahrgangsstufe ausgewiesene Teilgebiet „Mythos: Verwandlung und Spiel (Ovid, Metamorphosen)“ umfassend behandelt.

Sein in Zeiten augusteischer Stabilitätspolitik entstandenes hyper-episches Seriengedicht von der Welt im Wandel beschließt Ovid mit folgender Ankündigung: ore legar populi, perque omnia saecula fama, siquid habent veri vatum praesagia, vivam (... bin ich in aller Munde, ich werde durch ewigen Nachruhm, wenn etwas Wahres dran ist an Prophezeiungen, leben, Ov. Met. 15,878f.). Bis heute hat der Sprecher dieser Zeilen Recht behalten. Die Wirkungsgeschichte des universal vom Ursprung des Kosmos bis zum eigenen Nachleben des Autors angelegten carmen perpetuum ist atemberaubend. Als genialstes Who is who? der griechisch-römischen Mythologie und kontinuierlicher Quell der Inspiration für Schriftsteller, bildende Künstler, Musiker und Wissenschaftler ist Ovid bis heute der eigentliche „Vater des Abendlandes“. Das 2017 begangene Bimillennium von Ovids Tod am Verbannungsort Tomi hat die Ovid-Renaissance der letzten Jahrzehnte weiter beflügelt.

In der Vorlesung werden wir das ebenso beliebte wie komplexe Werk mit einer Doppelstrategie erschließen. Die Analyse der Makrostruktur wollen wir aus der fortlaufenden Interpretation von Aufbau, Anlage, Inhalten und erzählerischer Verknüpfung jedes einzelnen der fünfzehn Bücher gewinnen. Aus jedem Buch greifen wir dann eine paradigmatische Sagengestalt und eine typische Erzählform heraus, um anhand von detaillierten Interpretationen (etwa zu Motiven, Spannungsaufbau, Sprache, Stil, Humor, Charakterisierung, Intertextualität) unsere philologische Beobachtungsgabe zu schulen.

Im didaktischen Teil soll neuen Impulsen für eine erfolgreichere Ovidlektüre in autoren- wie werk- und themenzentrierten oder rezeptionsorientierten Ansätzen ein besonderes Augenmerk gelten. Wege zu Modellen einer „Parallellektüre“ können etwa neuere Zeugnisse der reichen literarischen Rezeption von Ovids Leben („bio-mythic novels“) und Werk („New Metamorphosis-Literatur“) in verschiedenen Medien der Hoch- und Populärkultur weisen.

Zur Einführung und Vorlesungsbegleitung:

Elaine Fantham: Ovid’s Metamorphoses, Oxford 2004.

Niklas Holzberg: Ovids Metamorphosen, München 2007.

 

Arbeitsform: Vorlesung
Belegnummer: 13361

Beginn: 17.10.2019, Ende: 06.02.2020

Seminare

Fachdidaktisches Vertiefungsseminar Latein (P 13.2) Gruppe 1: Thema: Petrons Satyrica: Römische Lebenskultur als Tollhaus

Prof. Dr. Markus Janka - Prof. Dr. Stefan Ritter
2 SWS, Do 10-12 Uhr c.t.
Griechensaal 204-206, Katharin-von-Bora-Str. 10

Petronius Arbiter, der von Tacitus als kultivierter Müßiggänger porträtierte „Geschmacksgutachter“ (elegantiae arbiter) Neros, gilt als Autor eines einzigartigen Werkes der lateinischen Literatur. Die Satyricá (Satyrngeschichten) bieten einen Reigen buntester Schelmengeschichten (mit Encolpius, „Herzchen“ als Hauptfigur und Erzähler zugleich) um abgeschmackte Rhetorenlehre, Lust und Leid sexueller Liebe (Giton / Ascyltus), Schmausereien bei protzigen Sozialaufsteigern (Trimalchio), prekäres Poetendasein (Eumolpus), groteske Schiffsreisen (mit Lichas und Tryphaena) und dubiose Priapus-Kuren (Oenothea).

In der philologischen Forschung wird traditionell versucht, das nur bruchstückhaft erhaltene Werk im Spektrum der etablierten literarischen Gattungen zu verankern, die komplexe Erzählstruktur zu entwirren, die Figurenzeichnung nachzuvollziehen und den Anspielungsreichtum auszuloten. Während sich das Interesse hierbei lange Zeit auf innerliterarische Bezugnahmen richtete, wird in jüngerer Zeit zunehmend versucht, das Werk im kulturellen und lebensweltlichen Kontext seiner Entstehungszeit zu verorten.

Auf archäologischer Seite wiederum rührt das besondere Interesse an Petrons Werk daher, dass es vielfältige Informationen zu verschiedensten Aspekten römischer Lebenswirklichkeit liefert und damit eine direkte Abgleichung mit den archäologischen Befunden erlaubt. Dabei kommt es in jüngerer Zeit verstärkt zu Bemühungen, Petrons Beschreibungen nicht einfach als antiquarische Realitätsschilderungen, sondern als Zeugnisse einer kreativen kommunikativen Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Lebenskultur zu begreifen.

In unserem Seminar werden wir an diese interdisziplinären Annäherungstendenzen anknüpfen und die erhaltenen Prunkstücke aus Petrons romanhafter Großerzählung exemplarisch auf die satirisch-karnevaleske Repräsentation seiner Lebenswelt hin beleuchten. Dabei greifen wir auf eine archäologisch-philologische Doppelstrategie zurück, die sich bereits in bislang fünf gemeinsamen Seminaren als fruchtbar erwiesen hat: indem wir Texte und Artefakte, mit ihrem jeweils eigenen Informationsgehalt, direkt aufeinandertreffen lassen und nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden fragen.

So werden etwa die folgenden Themen in den Blickpunkt rücken (jeweils im Zusammenspiel von Textpassagen, Bilddarstellungen und Realien): Unternehmertum (Handel und Transport); Wohnkultur (Struktur und Funktionen von Trimalchios Haus); Badekultur (private und öffentliche Bäder); Bestattungskultur (Gräber, Totenverehrung etc.); Priapus und sein Kult; Sozialstrukturen (Freigelassene, Sklaven); Geschlechterbeziehungen (Schönheitsideale, Sexualität etc.); Bildbeschreibungen (Wandbilder in Trimalchios Haus, Reliefs seines Grabmals) und Bildinterpretationen (Tafelbild mit Trojas Untergang).

Zur Einführung:

Rüdiger Bernek (Hrsg.): Transfer. Die Lateinlektüre / Spötter, Fehler und Belehrte: Die römische Satire, Bamberg 2017.
Edward Courtney, A Companion to Petronius, Oxford 2003.
Luigi Castagna / Eckard Lefèvre (Hrsgg.): Studien zu Petron und seiner Rezeption / Studi su Petronio e sulla sua fortuna, Berlin/New York 2007.
Shadi Bartsch / Kirk Freudenburg - Cedric Littlewood (Hrsgg.), The Cambridge Companion to the Age of Nero, Cambridge 2017.

Empfohlene Textausgabe:

Petronius, Satyrica / Schelmengeschichten, Lateinisch-deutsch von Konrad Müller und Wilhelm Ehlers (Sammlung Tusculum), Berlin 2014.

Arbeitsform: Vertiefungsfachseminar
Belegnummer: 14490

Beginn: 17.10.2019, Ende: 06.02.2020

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Fachdidaktisches Vertiefungsseminar Latein (P 13.2) Gruppe 2: Ciceros De re publica in Forschung und Unterricht

2 SWS, Di 18.00-19.30 Uhr c.t.
Geschwister-Scholl-Platz 1, C 022
StD Dr. Rüdiger Bernek

Der Lehrplan Gymnasium stellt für das Semester 12/2 des Lateinunterrichts der Oberstufe Ciceros De re publica in den Mittelpunkt der Beschäftigung mit theoretischen Reflexionen über Staat und Gesellschaft in Antike und Moderne. Das Seminar setzt sich zum Ziel, Strategien zu entwickeln, anhand derer Schüler auf der Grundlage von Auszügen aus Ciceros staatstheoretischer Schrift und geeigneten Paralleltexten zur Auseinandersetzung mit staatsphilosophischen Fragen angeregt werden können.

Am Anfang des Semesters erhalten die Seminarteilnehmer(innen) durch Sach- und Didaktikanalyse ausgewählter Originaltexte (und ggf. ihrer Aufbereitung in Lehrbüchern und Lektüreausgaben für den Unterricht) im Plenum das methodische Rüstzeug für ihre eigenständigen Forschungen. Dann sollen sie in thesenhaften Referaten ihre aus dem Corpus gewonnenen lernzielorientierten Textinterpretationen im Plenum zur Diskussion stellen und schriftlich ausarbeiten.

Lektüreempfehlungen zur Einstimmung:

Alexander Demandt, Der Idealstaat: Die politischen Theorien der Antike, Köln/Weimar/Wien 32000.

Arbeitsform: Vertiefungsfachseminar
Belegnummer: 14490

Beginn: 15.10.2019, Ende: 04.02.2020

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Basisseminar Sprach- und Textarbeit im Lateinunterricht (P 8.1)

2 SWS, Do 18.00-20.00 Uhr c.t.
Geschwister-Scholl-Platz 1 - DZ 005
StD Dr. Rüdiger Bernek

Im Kurs erarbeiten sich die Teilnehmenden einen einleitenden Überblick über die wichtigsten Themenbereiche und Methoden der Fachdidaktik des Lateinischen. Neben dem Selbstverständnis der Fachdidaktik Latein, der gegenwärtigen Situation des Lateinunterrichts und der Geschichte der studia humanitatis werden wir die folgenden Themen behandeln:

Curricula und Lehrpläne im Wandel der Zeit (speziell: Lernzielorientierung; System, Struktur und Gehalt der neuen Fachlehrpläne Latein im achtjährigen bayerischen Gymnasium);
Fachleistungen und Kompetenzprofile;
Entwicklung, Funktion und Perspektiven der Schulgrammatik;
psycholinguistische, statistische und didaktische Grundlagen der Wortschatzarbeit;
Konzepte, Methoden, Medien und Perspektiven des ganzheitlichen Lateinunterrichts in der Spracherwerbsphase (Schwerpunkt: Lehrbuchkonzepte und Lehrgangstypen);
Konzepte, Methoden, Medien und Perspektiven des Lektüreunterrichts (speziell: Literaturdidaktik);
Lektüreformen;
Methoden des Übersetzens und Interpretierens;
Leistungsbeurteilung im gegenwärtigen Unterricht in den Alten Sprachen.

Stets wollen wir der „Scharnierfunktion“ der Fachdidaktik zwischen klassisch-philologischer Wissenschaft, Unterrichtsforschung und Schulpraxis Rechnung tragen.

Begleitmaterialien zur Lehrveranstaltung stehen unter dem Link der Veranstaltung auf der Startseite des Forum Didacticum im Internet zur Verfügung (Adresse: http://www.fachdidaktik.klassphil.uni-muenchen.de/index.html).

Die Bescheinigung der erfolgreichen Teilnahme setzt das Bestehen einer Klausur am Ende des Semesters voraus.

Außerdem werden zusätzlich zum Basisseminar begleitende Tutorien angeboten, in der die im Kurs besprochenen Themen nach Wünschen der Teilnehmenden vertieft, das Grundwissen gesichert, Hausaufgaben gemeinsam bearbeitet und frühere Klausuraufgaben zur Simulation der Prüfungssituation behandelt werden können.

Arbeitsform: Basiskurs / Proseminar
Belegnummer: 14487

Beginn: 17.10.2019, Ende: 06.02.2020

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Basisseminar Sprach- und Textarbeit im Griechischunterricht (P 9.1)

2 SWS, Mi 18.00-20.00 Uhr c.t.
Amalienstraße 73 A, 103
StD Dr. Rüdiger Bernek

In Ergänzung zum Einführungskurs Fachdidaktik Latein werden wir in dieser Lehrveranstaltung die spezifischen Grundfragen des Griechischunterrichts in historischer wie systematischer Hinsicht behandeln. Dazu gehören Themen wie Fachleistungskonzept, Fachprofil und Motivation für die Wahl einer "zweiten alten Sprache" und ihre Weiterbelegung in der Oberstufe, Konzepte, Methoden, Medien (insbesondere Lehrbücher und Lektüreausgaben) und Perspektiven des Spracherwerbs- und Lektüreunterrichts; Sprachwissenschaft im Grammatikunterricht; Aufbau und Lernziele des Lektürekanons; Phasenvernetzung, ein- und zweiphasige Modelle; Kulturkunde; Wissenschaftspropädeutik im Griechischunterricht; Präsenz der griechischen Antike in der Gegenwartskultur; Formen der unterrichtlichen Darbietung und Kommunikation, Unterrichtsplanung, "Neugriechisch im Altgriechischunterricht", fächerverbindendes Lernen und Einbindung affektiver Lernziele sowie neuer methodischer Ansätze. Die thematischen Sequenzen für die Lektürephase des Griechischunterrichts in den Jahrgangsstufen 10 bis 12 des G8 werden eingehend analysiert und anhand von exemplarischen Textbetrachtungen vorgeführt.

Die Bescheinigung der erfolgreichen Teilnahme am Einführungskurs "Fachdidaktik Griechisch" setzt regelmäßige aktive Mitarbeit, die Übernahme eines Kurzreferates, die Bearbeitung von Hausaufgaben und das Bestehen einer Klausur am Ende des Semesters voraus.

Arbeitsform: Basiskurs / Proseminar
Belegnummer: 14463

Beginn: 16.10.2019, Ende: 05.02.2020

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Fachdidaktik der Alten Sprachen I: Theorie-Praxis-Seminar (P 8.2)

Der Kurs ist als verpflichtende Referenzveranstaltung mit dem studienbegleitenden Praktikum im Fach Latein während des Wintersemesters 2018/19 verbunden und muss
im gleichen Semester besucht werden. Für Studierende, die ihr Praktikum in einem anderen Fach als Latein ablegen, wird der Theorie-Praxis-Kurs in einem angepassten
Modus angeboten. Diese modifizierte Form kann nicht als Ersatz für die praktikumsbegleitende Lehrveranstaltung anerkannt werden, falls das Praktium nachträglich doch
im Fach Latein abgelegt wird. Die Zuteilung der Studierenden zu den einzelnen Gruppen je nach zugewiesener Praktikumsschule bzw. Wahl des Praktikums in einem anderen
Fach ist dem kommentierten Vorlesungsverzeichnis auf der Homepage des Arbeitsbereiches Fachdidaktik zu entnehmen.

Mit stetigem Blick auf die von den Teilnehmern konkret miterlebte und mitgestaltete Schulpraxis werden wir Grundfragen des kompetenzorientierten Lateinunterrichts wie Motivation für die Wahl des Faches Latein und seine Weiterbelegung in der Oberstufe, Anlage einer Unterrichtssequenz, Planung (z.B. hinsichtlich der Materialfindung), Ausarbeitung und Gestaltung einer Einzelstunde, Formen der unterrichtlichen Darbietung und Kommunikation, Konzeption von Leistungsnachweisen und Einbindung affektiver Lernziele behandeln. In den Plenumssitzungen werden sowohl gemeinschaftlich als auch arbeitsteilig Sequenzen und Einzelstunden zu Schlüsselthemen des lateinischen Grammatik- und Lektüreunterrichts erstellt und analysiert. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf der Entwicklung innovativer Methoden (wie Handlungsorientierung, Parallellektüre, Übergangslektüre), den Einsatzmöglichkeiten neuer Medien im traditionellen altsprachlichen Unterricht, der Effizienzsteigerung in der Wortschatz- und Grammatikarbeit, dem Kulturkundeunterricht und der Optimierung von Übungsformen liegen. Für den Lektüreunterricht wollen wir exemplarisch altersstufengerechte Modelle der schulischen Texterschließung und Interpretation erarbeiten.

Vor Ort an den jeweiligen Einsatzschulen werden diese Konzepte einem stetigen Praxistest unterzogen werden. Dort ist der Platz für die Schulung in professioneller Unterrichtsbeobachtung, Analyse und Supervision von fremdem Unterricht sowie in der konstruktiven Auswertung eigener Unterrichtsversuche.

Zur Vorbereitung der Veranstaltung sei auf das in folgender Publikation entwickelte Konzept verwiesen:
Andreas Hensel, Studenten in der Schule – Überlegungen zur Konzeption betreuter Fachpraktika. Ein Erfahrungsbericht, in: Forum Classicum 3/2006, S. 183-193.

Arbeitsform: Seminar
Belegnummer: 14486

Gruppenzuteilung:

Gruppe 01

Für Studierende, die an den folgenden Gymnasien eingesetzt sind: Gymnasium Grünwald

2 SWS, Mi 16.00-18.00 Uhr c.t.
Amalienstraße 73A, 114
StD Dr. Rüdiger Bernek
Beginn: 16.10.2019, Ende: 05.02.2020

Gruppe 02

Für Studierende, die das Theorie-Praxis-Seminar ohne studienbegleitendes Praktikum im Fach Latein besuchen.

2 SWS, Mi 16.00-18.00 Uhr c.t.
Geschwister-Scholl-Platz 1, A 014
StRef Volker Müller
Beginn: 16.10.2019, Ende: 05.02.2020

Gruppe 03

Für Studierende, die am Gymnasium Max-Josef-Stift München eingesetzt sind.

2 SWS, Mi 16.00-18.00 Uhr c.t.
Geschwister-Scholl-Platz 1, B 011
StDin Michaela Weigl
Beginn: 16.10.2019, Ende: 05.02.2022

Übungen

Polyvalente Übung: Repetitorium für Examenskandidaten: Lektüredidaktik und Interpretation

3 SWS, Fr 14.00-16.00 Uhr c.t.
Geschwister-Scholl-Platz 1, A 022
Prof. Dr. Markus Janka

Die Fähigkeit, griechische und lateinische Originaltexte methodisch korrekt zu erschließen und nach Leitfragen in einer zusammenhängenden Argumentation zu interpretieren, ist durch modularisiert Studierende im Staatsexamen nicht nur in der Interpretationsklausur, sondern zusätzlich auch in der Examensklausur in Fachdidaktik Latein resp. Fachdidaktik Griechisch unter Beweis zu stellen. Das insoweit neu konzipierte Repetitorium unterstützt die Teilnehmenden synergetisch bei der Vorbereitung auf beide Klausurtypen. Der Kanon der für die unterrichtliche Lektüre und die Interpretationsklausuren einschlägigen Autoren, Werke und Themen wird systematisch wiederholt und unter literarhistorischen wie motivanalytischen Gesichtspunkten gesichert.

Am Beispiel von (etwa examenslangen) Texten aus verschiedenen Epochen – das Spektrum reicht im Lateinischen von der altlateinischen Komödie über die spätrepublikanische und augusteische Klassik bis hin zur Rhetorik, Historiographie und Epik der Kaiserzeit – und einer Vielzahl von Gattungen der römischen Prosa und Poesie werden wir Ziele, Techniken und Strategien des Argumentationsaufbaus beim philologischen und didaktischen Interpretieren erarbeiten und einüben. Arbeitsteilig erfolgen ‘Präparation’ (Sammeln und Ordnen von ‘Vorwissen’ zu Autoren, Werken und Gattungen resp. Erarbeiten von Musterinterpretationen) sowie ‘Nachbereitung’ zur Ergebnissicherung in Form von Interpretationsprotokollen.

Den ‘Ernstfall’ einer Interpretation unter Examensbedingungen werden wir in zwei Übungsklausuren und einer Abschlusklausur (mit Korrektur und Auswertung) simulieren.

Zum Einlesen und zur Vorbereitung auf die Lehrveranstaltung seien die folgenden Internetseiten empfohlen, welche die Erträge früherer Interpretationskurse bündeln:

http://www.fachdidaktik.klassphil.uni-muenchen.de/forschung/seminarertraege/interpretationskurs/index.html

http://www.fachdidaktik.klassphil.uni-muenchen.de/studium_lehre/lehrverans/sommersemester-2013/interpretationsuebung/index.html

http://www.fachdidaktik.klassphil.uni-muenchen.de/studium_lehre/lehrverans/winter_1213/interpretationsuebung/index.html

http://www.fachdidaktik.klassphil.uni-muenchen.de/studium_lehre/lehrverans/winter_13-14/interpretationsuebung/index.html

http://www.fachdidaktik.klassphil.uni-muenchen.de/studium_lehre/lehrverans/winter_14-15/repetitorium/index.html

http://www.fachdidaktik.klassphil.uni-muenchen.de/studium_lehre/lehrverans/winter_16-17/repetitorium1/index.html

Arbeitsform: Übung
Belegnummer: 14467

Beginn: 18.10.2019, Ende: 20.02.2020

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Fachdidaktische Übung (WP 6.1): Repetitorium für Examenskandidaten: Grundlagen der altsprachlichen Fachdidaktik: Schwerpunkt Sprachdidaktik

2 SWS, Do 16.00-18.00 Uhr c.t.
Amalienstr. 73 A - 211
Wiss. Mitarb. Jan König

In der Lehrveranstaltung erhalten die Prüflinge der Examenstermine Herbst 2018 und Frühjahr 2019 die Gelegenheit, zur Begleitung und Erfolgskontrolle ihrer individuellen Vorbereitung Schlüsselthemen aus dem prüfungsrelevanten Kerncurriculum der Fachdidaktik Latein/Griechisch im Plenum anhand examenstypischer Aufgabenstellungen zu präsentieren, zu diskutieren und zu vertiefen.

Gemeinsam besprochen werden einschlägige Gegenstände aus der allgemeinen altsprachlichen Didaktik, insbesondere der historischen und systematischen Fachwertreflexion, der Lehrplandidaktik sowie aus der Sprachdidaktik Latein/Griechisch. Die Behandlung grundlegender Beiträge der Forschungsliteratur und praktischer Anwendungsbeispiele verbindet eine Rekapitulation fachdidaktischer Themen und Konzepte auf Fortgeschrittenenniveau mit einem vielschichtigen Trainingsprogramm für die fachdidaktische Examensklausur Latein und Griechisch. Dabei können auch für die literaturwissenschaftlichen Klausuren bedeutsame Fragestellungen und Gesichtspunkte inhaltlicher und methodischer Art aufgegriffen werden. Arbeitsteilig erfolgen ‘Präparation’ (Sammeln und Ordnen von ‘Vorwissen’ zu einzelnen Aufgabenstellungen sowie die Erarbeitung und Präsentation von Lösungsvorschlägen) sowie ‘Nachbereitung’ zur Ergebnissicherung in Form von Sitzungsprotokollen. Gelegenheit zur Simulation des Ernstfalls besteht bei zwei Übungsklausuren zu Teilgebieten und einer Probeklausur in Form einer vollständigen schriftlichen Examensprüfung im Bereich Fachdidaktik Latein/Griechisch.

Außerdem wird zusätzlich zum Kurs ein begleitendes Tutorium angeboten, in dem die im Kurs besprochenen Themen nach Wünschen der Teilnehmenden vertieft werden können.

Zur Einführung und Kursbegleitung:

Markus Janka (Hrsg.): Latein Didaktik. Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II, Berlin (Cornelsen) 2017.

Arbeitsform: Übung
Belegnummer: 14466

Beginn: 17.10.2019, Ende: 06.02.2020

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Forschungsseminar: Verjüngte Antike in Moderne und Gegenwartskultur

1 SWS, Fr 16.30-18.00 Uhr s.t. (14-tägl.)
Geschwister-Scholl-Platz 1, M 207
Prof. Dr. Markus Janka

Im Forschungsseminar werden laufende Qualifikationsarbeiten zu Themen aus der Klassischen Philologie, der Wirkungsgeschichte der antiken Literaturen und der Fachdidaktik der Alten Sprachen vorgestellt und besprochen. Die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, ihre methodischen Ansätze und Forschungsresultate im Plenum zur Diskussion zu stellen und anhand exemplarischer gemeinsamer Textinterpretationen zu profilieren. Zudem finden in diesem Rahmen auch Gastvorträge im Rahmen des Projektes Realia Classica statt, das durch „Lehrerbildung@lmu“ gefördert wird. Das Seminar ist daher ausdrücklich für Interessierte aus der zweiten und dritten Phase der Lehrerbildung geöffnet, die den Kontakt zur wissenschaftlichen Philologie und Didaktik intensiv pflegen wollen.

Arbeitsform: Forschungskolloquium
Belegnummer: 14498

Beginn: 18.10.2019, Ende: 07.02.2020

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Grundwissen zur Antiken Geschichte und Kultur

2 SWS, Di 16-18 Uhr c.t.
Geschwister-Scholl-Platz 1, M 101
Wiss. Mitarb. Raimund Fichtel

Der Kurs "Grundwissen zur Antiken Geschichte und Kultur" richtet sich an Studierende aller Semester, die sich gerne ein umfassendes historisches, kultur- und realienkundliches Wissen zur griechisch-römischen Antike aneignen wollen. Im Zentrum sollen dabei die Themengebiete Antike Geschichte, Topographie, Kultur und Mythologie stehen, durch deren überblicksartige Behandlung ein verbessertes Verständnis lateinischer Texte sowie eine umfassendere Interpretationsfähigkeit (besonders für Leitlinie 6: Zeitgeschichtlicher Kontext) erworben werden können.

Auf Anregungen der Kursteilnehmer kann im Verlauf Rücksicht genommen werden.

Arbeitsform: Übung
Belegnummer: 14559

Beginn: 15.10.2019, Ende: 04.02.2020

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Colloquium Latinum: De elementis vivae Latinitatis et fabellis Latinis in usum liberorum scriptis

1 SWS, Mi 18.00-19.00 Uhr c.t.
Geschwister-Scholl-Platz 1, E 212
Prof. Dr. Markus Janka

Prioribus colloquiis Latinis litteras colentes auctores eximiae classis viribus unitis interpretabamur. Plauti et Terentii comoedias legimus egimus conservavimus. Ciceronis orationes curavimus tractavimus recitavimus. Hoc colloquium tertium est, quod elementis vivae Latinitatis potius dedicabitur, ut studiosi studiosaeque cultus humanitatisque quasi ab ovo discere possint, quomodo splendorem dulcedinemque linguarum reginae (i.e. Latinae) non solum mente doctrinaque animadvertant, sed ore linguaque utentes adhibeant.

De his argumentis ergo e.g. pedetemptim gradatimque colloquemur: De salutatione, de domiciliis, de familia, de cibis, de otio atque negotio, de itineribus, de oppidis urbibusque, de temporibus aetatibusque, de tabernis et commercio, de coloribus et numeris, de recentioribus instrumentis communicationis, de spectaculis, de schola et educatione.

His fundamentis freti etiam de recentioribus et recentissimis fabellis Latinis in usum liberorum et adulescentium scriptis disputantes e.g. et “Harrium Potter et philosophi lapidem” perlegemus et interpretabimur.

Ergo venite, discite, loquimini et laetamini!

Libri utiles:

Karl-Heinz Graf von Rothenburg (Rubricastellanus), Meine ersten Wörter und Sätze Latein, München: ars edition, 1992.

Caelestis Eichenseer, Latein aktiv. Lateinischer Sprachführer. Lateinisch sprechen und diskutieren, Berlin/München/Wien/Zürich: Langenscheidt, 1994.

Alexander Winkler, Vorsicht Latein! Unzensierte Ausgabe: Latein, wie es wirklich gesprochen wurde, München: Vorsicht! Verlag, 2010.

Joanne K. Rowling, Harrius Potter et Philosophi Lapis. Translated by Peter Needham, London et al.: Bloomsbury, 2003.

 

Arbeitsform: Übung
Belegnummer: 14479

Beginn: 16.10.2019, Ende: 05.02.2020

Tutorien

Fachdidaktisches Tutorium: Übungen zum Repetitorium für Examenskandidaten: Schwerpunkt Sprachdidaktik

 

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Fachdidaktisches Tutorium:Übungen zum Repetitorium für Examenskandidaten: Schwerpunkt Literaturdidaktik/Interpretationsübungen

 

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Fachdidaktisches Tutorium: Übungen zum Basisseminar "Sprach- und Textarbeit im Lateinunterricht"